Erfolgreiches Ausbildungsmarketing: Infos, Maßnahmen und Checkliste

Maßnahmen zum Ausbildungsmarketing

Das Problem ist bekannt: Gute Auszubildende sind für viele Unternehmen leider schwerer zu finden als eine Nadel im Heuhaufen. Du brauchst ein bisschen Hilfe bei dem Heuhaufen, der vor deinem Unternehmen liegt? Kein Problem: Das Zauberwort lautet Ausbildungsmarketing!

Ausbildungsmarketing – was ist das?

Das Ziel von Ausbildungsmarketing besteht darin, qualifizierte Auszubildende für das Unternehmen zu gewinnen und diese auch im Unternehmen zu halten. Der Nachwuchs ist schließlich die Zukunft des Betriebs! Umso wichtiger, hier geeignete Bewerber zu finden, die den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens sichern. Und genau darum geht es beim Ausbildungsmarketing: schnell und effizient die passenden Azubis für die angebotenen Ausbildungsplätze zu finden. Ausbildungsmarketing ist damit eine Art des Personalmarketings und sollte gut geplant und wohl bedacht sein.

Braucht mein Betrieb Ausbildungsmarketing?

Unbedingt! Das wird deutlich, wenn man sich die Zahlen vom aktuellen Berufsbildungsbericht anschaut: Im Jahr 2018 gab es 57.000 unbesetzte Ausbildungsstellen, gleichzeitig wurden aber auch 24.000 unversorgte Bewerber und Bewerberinnen registriert! Damit ist klar: Erstens gibt es generell zu wenige potenzielle Auszubildende, zweitens finden aber Bewerber und Betriebe auch einfach nicht zueinander. Ein weiteres Problem besteht darin, dass Bewerber oft falsche Vorstellungen von der Ausbildung haben und diese deshalb oft abgebrochen oder gekündigt wird. Wir können also zusammenfassen: Es mangelt an Kommunikation! Und genau deshalb braucht dein Betrieb ein gutes Ausbildungsmarketing.

Wichtig: Zielgruppe definieren!

Bevor du jetzt anfängst, wie wild alle möglichen Kommunikationskanälen deines Unternehmens mit Stellenanzeigen und Infos zu überschwemmen: Mach dir doch vorher kurz Gedanken, wen und was du überhaupt erreichen möchtest.  Was du erreichen willst, ist klar: Du suchst den Azubi, der am besten zu deinem Unternehmen und der ausgeschriebenen Ausbildungsstelle passt. Dazu solltest du dir überlegen, wen dein Ausbildungsmarketing erreichen soll. Potenzielle Azubis können Schüler, junge Menschen mit Schulabschluss und auch Studienabbrecher sein. Doch auch Freunde und Mitschüler von potenziellen Auszubildenden, sowie Lehrer und Eltern sollten mit Ausbildungsmarketing angesprochen werden. Außerdem solltest du bedenken, wie deine zukünftigen Azubis „ticken“. Hier ist oft von der Generation Z die Rede. Dazu gehören Menschen, die ab dem Jahr 1995 geboren sind und sich grundlegend von den vorherigen Generationen unterscheiden. So sind Menschen aus dieser Generation nicht nur Digital Natives, sondern haben auch ganz andere Vorstellungen vom Arbeitsleben als die Generationen vor ihnen. Beispielsweise legen sie nicht den größten Wert auf ein hohes Gehalt, sondern auf eine gute Work-Life-Balance.

Strategien zum Ausbildungsmarketing

Erfolgreiches Ausbildungsmarketing betreiben

Ein erfolgreiches Ausbildungsmarketing basiert auf einem guten Employer Branding. Potenzielle Bewerber sollten selbstverständlich ein positives Bild deines Unternehmens haben. Idealerweise sehen zukünftige Azubis dein Unternehmen als erfolgsversprechend für ihre Karriere an und können sich mit ihm identifizieren. Wichtig ist aber, dass du Auszubildenden nicht nur ein ideales, sondern vor allem ein realistisches Bild vermittelst. Sie müssen wissen, was in ihrer Ausbildung auf sie zu kommt und worauf sie sich einstellen sollen.

Aber jetzt mal ganz konkret: Wie betreibe ich am besten Ausbildungsmanagement? Wir haben hier eine kleine Checkliste für dein optimales Ausbildungsmanagement zusammengestellt:

1. Bewerber früh ansprechen

Lass Bewerber nicht nach dir suchen – sprich sie schon vorher an! Das bedeutet, dass dein Unternehmen da präsent sein muss, wo deine zukünftigen Azubis sind. Und das wäre wo? Richtig, in der Schule! Folgende Marketingmaßnahmen kannst du hier ergreifen:

  • Kooperationen mit Schulen eingehen
  • Auf Informationsveranstaltungen präsent sein
  • Anzeigen in Schülerzeitungen schalten
  • Unterrichtsmaterial sponsern
  • Girls- und Boys-Day im Unternehmen anbieten
  • Gebrandete College-Blöcke, Stundenpläne und Schreibmaterialien spenden

2. Bewerber über geeignete Kanäle ansprechen

Wir können es nicht oft genug sagen: Passe dich an deine Zielgruppe an! Für die Generation Z bedeutet das: Flyer und Zeitungsannoncen können funktionieren. Näher am Puls der Zeit und auch am Puls deiner zukünftigen Azubis bist du aber, wenn du vor allem online präsent bist. Laut einem Report von Trendence sind Instagram, YouTube und Facebook die drei am meisten genutzten sozialen Netzwerke bei Schülerinnen und Schülern. Ganze 30,4 % von ihnen würden am ehesten über Instagram mit möglichen Arbeitgebern in Kontakt treten. Hier ein paar Ideen, wie sich dein Unternehmen darauf am besten einstellt:

  • Stellenanzeigen auf Sozialen Medien verbreiten
  • Dafür sorgen, dass Prozesse und Websites auch über das Smartphone ohne Probleme laufen
  • Einen Blog erstellen, der realistische Einblicke ins Arbeitsleben bietet
  • Übersichtliche und informative Karrierewebsite gestalten
  • Blogs, Vlogs und Stories in sozialen Medien von und für Auszubildende auf die Beine stellen
  • Auf Portalen für Auszubildende präsent sein
  • Kreativ sein! Es gibt tausend weitere Möglichkeiten!

Ausbildungsmarketing über Social Media

3. Ansprechpartner anbieten

Klar, der Großteil an Kommunikation findet online statt. Persönliche Ansprechpartner werden deshalb aber nicht weniger wichtiger. Vielen fällt es außerdem leichter, mit einer Person in ihrem Alter zu sprechen. Das bedeutet für dein Unternehmen:

  • Azubis aus dem eigenen Unternehmen auf Messen und Informationsveranstaltungen schicken, um neue Azubis anzuwerben
  • Kontaktdaten sollten einfach zu finden sein
  • Chatmöglichkeiten auf der Karrierewebsite einrichten
  • Auf Fragen in Sozialen Medien antworten

4. In Erinnerung bleiben

Es bringt nichts, hin und wieder auf einer Messe aufzutauchen und sonst nichts von sich hören zu lassen. Dein Unternehmen muss potenziellen Azubis in Erinnerung bleiben. Deswegen sind folgende Maßnahmen sinnvoll:

  • Regelmäßig Werbung schalten
  • Give-aways mit dem Logo des Unternehmens verteilen
  • Regelmäßig auf Messen Präsenz zeigen
  • Newsletter versenden
  • Social-Media-Kanäle aktiv bespielen

Puh, ganz schön viel, auf was man achten muss, oder? Aber auch ganz schön viel, was man machen kann, um den passenden Azubi für sein Unternehmen zu finden! Wir wünschen viel Erfolg beim Ausbildungsmanagement! Du brauchst noch Hilfe bei deiner Personalverwaltung? Nichts leichter als das! Mit absence.io brauchst du dir keine Gedanken mehr um Personalakten und Arbeitszeiterfassung zu machen. Bleibt also genügend Zeit für ein gelungenes Ausbildungsmarketing!

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