Was Personalmarketing und Online-Dating gemeinsam haben

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„Ich – männlich, groß, sportlich, gebildet – suche reiselustige, liebevolle und spontane Frau für spannende Abenteuer und kuschelige Abende zu zweit“ – Was das mit Personalmarketing zu tun hat? Mehr als du denkst! Deshalb haben wir mal einen genauen Blick auf die Gemeinsamkeiten von Online-Dating und Personalmarketing geworfen. Bitteschön!

Gemeinsamkeit 1: Die Vorzüge aufzählen

„Groß, schlank, sportlich“ vs. „Attraktives Gehalt, Home Office, Weiterbildungsbudget“. Ob Dating-Profil oder Stellenanzeige, ob Single oder Arbeitgeber – beide versuchen sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Das Stichwort ist: Attraktivität! Der eine möchte den Partner fürs Leben finden und der andere den idealen Mitarbeiter für sein Unternehmen. Jeder hat der anderen Seite etwas zu bieten: Seien es die körperlichen Vorzüge und herausragende Charakterzüge oder eben ein gutes Gehalt und flexible Arbeitszeiten. Doch – ob Partner- oder Mitarbeitersuche – es gibt jede Menge Konkurrenz. Daher muss man sich bestmöglich verkaufen und seine Vorzüge hervorheben. Du siehst: Online-Dating und Personalmarketing haben doch mehr gemeinsam, als man denkt. Aber bleiben wir noch kurz bei der Mitarbeitersuche. Schaffst du es potenzielle Mitarbeiter von dir als attraktiver Arbeitgeber zu überzeugen, kannst du aus einem großen Pool qualifizierter Bewerber schöpfen. Im besten Fall bekommst du nicht nur genügend Bewerbung für offene Vakanzen, sondern erhältst zukünftig auch zahlreiche Initiativbewerbungen. Das spart auf lange Sicht Recruiting-Kosten.

Gemeinsamkeit 2: Es muss für beide Seiten passen

Bei der Partnerwahl ist klar: Es gehören immer Zwei dazu. Auch wenn der Dating-Partner für den einen der Traummann oder die Traumfrau ist, kann es nicht funktionieren, wenn der andere überhaupt nicht interessiert ist. Doch ganz genau so ist es auch im HR-Kosmos. Für Arbeitnehmer wird es immer wichtiger, dass ein Arbeitgeber perfekt zu einem passt. Um vor allem qualifizierte Fachkräfte für sich zu gewinnen, reicht es nicht aus, ein gutes Gehalt und einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten. Da musst du dich schon etwas mehr ins Zeug legen. Und auch hier kommt das Personalmarketing ins Spiel. Überlege genau, welche Vorteile und Benefits du deinen Mitarbeitern bieten kannst bzw. schon bietest. Obstkorb, Tischtennisplatte und Gaming-Raum sind nett, aber werden Bewerber nicht dazu bringen, sich für dein Unternehmen zu entscheiden. Bei Benefits wie flexiblen Arbeitszeiten, Home Office, firmeneigener Kita, Kantine, Massageangebot, betrieblicher Altersvorsorge und Weihnachtsgeld sieht es schon anders aus.

Gemeinsamkeit 3: Finden und binden

Ob Partner oder Mitarbeiter – allein mit dem Finden ist es nicht getan. Danach beginnt die richtige Arbeit. Du willst ja nicht, dass dein Partner direkt wieder Reißaus nimmt und genau so wenig möchtest du einen gewonnenen Mitarbeiter wieder an die Konkurrenz verlieren. Deshalb musst du an deiner Mitarbeiterbindung arbeiten – und die beginnt mit einem gut durchdachten Onboarding. Wer seine neuen Kollegen von Anfang an herzlich ins Team integriert und sorgfältig einarbeitet, hat gute Chancen auf eine lange Zusammenarbeit. Aber auch Förderprogramme für Nachwuchs-Führungskräfte oder Benefits wie Weiterbildungsbudgets, betriebliche Altersvorsorge, flexible Arbeitszeiten und Co. binden einen Mitarbeiter ans Unternehmen. Ob Partner oder Arbeitnehmer – der anderen Person sollte es bei dir so gut gehen, dass er gar nicht weg möchte. Hast du als Arbeitgeber zurzeit mit einer hohen Fluktuation zu kämpfen, lohnt es sich, die Gründe dafür genauer unter die Lupe zu nehmen. Stell dir die Fragen: Warum laufen mir die Mitarbeiter wieder weg? Was bieten andere Unternehmen, was ich nicht biete? Um diese Fragen zu klären, kannst du Mitarbeitergespräche und Mitarbeiterbefragungen nutzen. Finde heraus, was deine Angestellten bewegt oder stört und arbeite daran, denn auch das gehört zum Personalmarketing.

Internes und externes Personalmarketing – Welche Maßnahmen?

So viel zu den Gemeinsamkeiten zwischen Personalmarketing und Online-Dating. Aber bleiben wir jetzt beim geschäftlichen Teil. Beim Personalmarketing geht es darum, die Arbeitgeberattraktivität zu steigern und das ist wiederum untrennbar mit Employer Branding verbunden – also dem Aufbau einer Arbeitgebermarke. Du musst die Unternehmensvorzüge herausarbeiten und dich von den Mitbewerbern abheben. Man unterscheidet übrigens internes und externes Personalmarketing. Aber wo liegen die Unterschiede? Und was sind geeignete Maßnahmen?

Externes Personalmarketing

Das externe Personalmarketing richtet sich an zukünftige Mitarbeiter. Hier dreht sich alles darum, die Attraktivität des Unternehmens darzustellen und sich von der Konkurrenz abzuheben. Hierzu gehören z.B.:

  • Imagekampagnen: Nutze eine Imagekampagne, um die Vorzüge darzustellen und positive Assoziationen mit deinem Unternehmen zu schaffen. Imagekampagnen sind aufwendig und kostspielig, aber wirken oft nachhaltig.
  • Recruiting: Auch aktives Recruiting in Form von Karrieremessen, Social Recruiting, Active Sourcing, klassischen Stellenanzeigen, Mitarbeiterempfehlungen oder eines Talent-Pools gehören zum externen Personalmarketing.

Internes Personalmarketing

Internes Personalmarketing richtet sich hingegen an die bestehenden Mitarbeiter eines Unternehmens. Deshalb steht hier der Aufbau einer langfristigen und emotionalen Bindung im Vordergrund.

  • Onboarding-Prozess: Die ersten Tage wirken sich entscheidend darauf aus, wie produktiv, motiviert und zufrieden deine Mitarbeiter sind. Deshalb sollte ein Onboarding-Prozess Teil deines Personalmarketings sein. Er hilft dabei, das neue Kollegen schnell im Team ankommen, sich willkommen fühlen und schnell Leistung erbringen können.
  • Benefits: Bietet ein Unternehmen seinen Mitarbeitern viele Benefits, überlegen sich diese dreimal, ob sie zu einem anderen Arbeitgeber wechseln. Wie vorhin schon erwähnt, geht es hier weniger um Obstkorb und Tischtennisplatte, sondern mehr um flexible Arbeitszeiten, Home Office, firmeneigene Kita oder Betreuungszuschüsse, Kantine, betriebliche Altersvorsorge, Fortbildungen etc.

Nun bist du an der Reihe: Wie steht es um dein Personalmarketing? Denk einfach daran: Es ist wie mit dem Online-Dating! Deinen potenziellen Traumpartner würdest du auch von dir überzeugen und anschließend nicht mehr hergeben wollen.

Starte doch direkt mit einem strukturierten Onboarding. Dafür haben wir dir eine kostenlose Checkliste zusammengestellt, die dich dabei unterstützt, neue Mitarbeiter im Unternehmen optimal zu integrieren und einzuarbeiten.

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