Die Zukunft ist grün – Nachhaltigkeit in Unternehmen

Nachhaltigkeit ist in aller Munde – aber was ist das eigentlich und warum ist es wichtig für mein Unternehmen? Wie kann ich mein Unternehmen nachhaltiger gestalten? Und – ganz unter dem Motto “Tue Gutes und rede darüber” – wie kann ich das auch noch sinnhaft mit dem Image meines Unternehmens verknüpfen?

 

Was ist eigentlich diese Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit entspricht im Optimalfall einer Ressourcen Neutralität, das heißt, dass Ressourcen nur so weit verbraucht werden, wie sie auch wieder regeneriert werden können. Ressourcen sind hier sowohl Material zur Herstellung eines Produkts, also z.B. Holz, Papier, Beton o.ä., die menschliche Arbeitskraft oder gesellschaftlichen Ressourcen. 

Eine 100% Nachhaltigkeit ist in der Realität kaum möglich, daher muss sie auch immer theoretisch betrachtet werden. Außerdem sind manche Ressourcen schlicht nicht regenerativ. Es geht hier aber nicht unbedingt um die 100% – denn selbst wenn wir nur einen Teil umsetzen und ausgleichen und uns alle redlich bemühen, ist schon sehr viel geschafft. 

Ein wichtiger Punkt ist, dass wir ehrlich mit unseren Bemühungen umgehen – das heißt, unser Unternehmen ganzheitlich betrachten und alle Unternehmensbereiche mit einbeziehen, auch wenn das unbequem werden könnte. Es sollten feste Ziele gesetzt werden, damit diese auch validiert und erreicht werden können. Außerdem sollte man intern wie extern transparent darüber kommunizieren – welche Fortschritte konnten wir erreichen, was sind offene Baustellen und welche Ziele wollen wir noch erreichen.

 

Möglichkeiten der nachhaltigen Unternehmensführung

Im herstellenden Gewerbe sind die Möglichkeiten ebenso vielfältig wie komplex – und würden hier etwas zu weit führen. Nur ein kurzer Abriss hierzu: Es gibt diverse Zertifizierungen, Siegel und Label, die sich mit nachhaltiger Produktion und Herstellungsabläufen befassen, z.B. zertifizierte ISO Managementsysteme zum Umwelt-, Energie- oder Abfallmanagement, Siegel & Zertifikate für Rohstoffe und Herstellungsverfahren etc. Auch die Kreislaufwirtschaft ist hier ein wichtiges Thema. Darunter versteht man ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. 

Eine andere Möglichkeit ist die Kompensation des CO2 Fußabdrucks eines Unternehmens. Durch die gezielte Unterstützung von Umweltprojekten, wie z.B. Aufforstungen, Säuberungsaktion o.ä., “erkauft” sich ein Unternehmen ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit und zur CO2 Einsparung. Auch wenn diese Projekte gut und unterstützenswert sind, sollte dies immer nur eine Ergänzung sein und keine Ausrede, nicht an den eigenen Stellschrauben im Unternehmen zu arbeiten und wie das geht, haben wir uns einmal genauer angeschaut. 

 

Tipps zur Nachhaltigkeit im Unternehmen

Jedes noch so kleine Unternehmen hat diverse größere und kleinere Möglichkeiten seinen Betrieb nachhaltiger zu gestalten. Wir haben euch hier die wichtigsten einmal aufgelistet: 

  • Das Geschäftskonto bei einer nachhaltigen Bank betreiben, z.B. Triodos oder GLS
  • Ökostrom für die Büroräume, z.B. über Green Planet Energy, Naturstrom etc.
  • Die Suchmaschine wechseln und mit jeder Suche zur Aufforstung beitragen z.B. mit Ecosia – ein Pluspunkt dabei, eure Daten werden dort nicht weiterverkauft, was ja auch sehr angenehm ist, oder?
  • Eine Energiesparende Büroorganisation, bei allen Geräten auf den Energieverbrauch achten, lange Nutzungsdauer, neue Geräte refurbished kaufen usw.
  • Papierloses Büro – drucken nur in Ausnahmefällen, mittlerweile geht fast alles auch ohne Papier.
  • Nachhaltiger Einkauf im Büro, z.B. Fairtrade Kaffee, Bio Milch oder besser noch Milchersatz, umweltfreundliche Putzmittel, Recycling Papier …
  • Hybrides Arbeiten, Homeoffice und Remote Work ermöglichen, denn jede nicht gefahrene Strecke zählt. Auf Geschäftsreisen verzichten und wenn, dann mit dem Zug und nicht mit dem Flugzeug. 
  • Grüne Unternehmenskultur unterstützen, z.B. mit Jobrädern, Zuschuss zum ÖPNV, E-Autos als Dienstfahrzeuge
  • Die restlichen Emissionen der Unternehmung kompensieren, z.B. mit Climate Partner

 

Zukunftsfähig bleiben

Dies sind alles Vorschläge, die leicht und recht schnell umsetzbar sind und auch für kleinere Unternehmen gut zu stemmen sind. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten die Nachhaltigkeitsziele auch Teil der Unternehmensstrategie sein und auch deutlich nach außen kommuniziert werden. Ein positives grünes Image ist nicht zuletzt für das Employer Branding gerade für junge Nachwuchskräfte nicht zu unterschätzen. 

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein modernes Schlagwort sondern sollte ein wichtiger Bestandteil jeder unternehmerischen Entscheidung sein. 

 

 

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* Die Nennung nur eines Geschlechts dient hier rein dem Lesefluss. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass wir alle Geschlechter (m/w/d) ansprechen und miteinbeziehen wollen.