Mitarbeitermotivation hat nichts mit Obstkörben zu tun

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Man sollte davon ausgehen, dass Mitarbeiter ihren Job gerne machen. Schließlich haben sie diesen irgendwann einmal ausgewählt. Viele sehen ihn jedoch als notweniges Übel, um Essen, Raten und Co. zu bezahlen. Es fehlt schlichtweg die Motivation. Vor allem junge Unternehmen werben mit Obstkörben, spaßigen Teamevents und stylischen Büroräumen – doch ist das wirklich der Schlüssel zur Mitarbeitermotivation?

  • 68% der Beschäftigten machen Dienst nach Vorschrift.
  • 16% haben keine emotionale Bindung zum Unternehmen und haben innerlich schon gekündigt.

Ergebnis der Gallup-Studie

Wer Mitarbeiter motivieren möchte, muss sie emotional binden

Das Ergebnis der Gallup-Studie ist erschreckend. Der Großteil der Angestellten macht vor allem eines: Dienst nach Vorschrift. Pünktlich um 18 Uhr wird der Laptop zugeklappt. Schließlich möchte man keine Minute zu viel am Arbeitsplatz verbringen. Auch die Tätigkeiten beschränken sich auf das Nötigste – ganz nach dem Motto: „Gehört nicht zu meinen Aufgaben – mache ich nicht“. Bei dieser Einstellung wundert es einen nicht, dass der Wirtschaft durch fehlende Mitarbeitermotivation schätzungsweise 99 Milliarden Euro pro Jahr verlorengehen. Doch woran liegt das? Kurz und knapp: Es fehlt die emotionale Bindung zum Unternehmen! Das mag erstmal kitschig klingen, jedoch macht eine emotionale Bindung der Mitarbeiter ein Unternehmen leistungs- sowie wettbewerbsfähiger. Es kommt zu weniger Fehlzeiten, die Angestellten bleiben der Firma länger treu und dienen als Markenbotschafter.

Der größte Fehler in Sachen Mitarbeitermotivation

Was läuft also falsch in vielen Unternehmen? Warum sind die Mitarbeiter so unmotiviert? Ganz einfach: Die Kommunikation stimmt nicht! Denn die Motivation der Mitarbeiter hat wenig mit Obstkörben oder coolen Events zu tun. Viel wichtiger ist es, regelmäßige Mitarbeitergespräche zu führen. Doch auch hier kommt es auf das Wie an. Wer stupide seinen Fragenkatalog abarbeitet, wird wenig Erfolg haben. Vielmehr musst du auf den einzelnen Mitarbeiter eingehen. So individuell jeder Mensch ist, so individuell sind auch seine Bedürfnisse, sein Entwicklungspotenzial und seine Stärken. Das ist Ziel ist es, gemeinsam einen Weg zu finden, wie der Angestellte sich stets verbessern und seine Potenziale optimal ausnutzen kann. In diesen Feedbackgesprächen werden viel zu häufig die Schwächen und Fehler einer Person in den Mittelpunkt gerückt. Darum geht es gar nicht! Ganz davon abgesehen, dass dieser Ansatz nicht gerade zur Mitarbeitermotivation beiträgt. Sprecht in diesem Termin lieber darüber, wo der Mitarbeiter hinmöchte, was verändert werden muss, wo seine Stärken liegen, wie ihr diese nutzen könnt usw. Der Arbeitnehmer muss das Gefühl haben, durch seine Leistung voranzukommen und nicht zu stagnieren. Eine kontinuierliche Kommunikation zwischen Führungskraft und Mitarbeiter sollte in deinem Unternehmen selbstverständlich sein.
 
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Darüber hinaus gibt es noch weitere Punkte, die sich positiv auf die Mitarbeitermotivation auswirken.

1. Setze konkrete Ziele

Wer ohne Ziel durch das Arbeitsleben irrt, ist selten motiviert. Es gibt ja auch nichts, woran er seine Leistung messen kann. Vereinbare konkrete (realistische!) Jahresziele mit deinen Mitarbeitern und belohne die Erfüllung mit einem Bonus o.ä.

2. Erkenne Talente

Wetten, dass in vielen deiner Mitarbeitern Talente schlummern, von denen du noch nichts weißt? Auch hier spielt die Kommunikation wieder eine große Rolle. Sprich mit deinen Angestellten, finde heraus, wo ihre Stärken liegen und fördere diese. Vielleicht bringt dein Mitarbeiter Fähigkeiten aus einem komplett anderen Bereich mit, die anderen Abteilungen aber wieder zu Gute kommen.

3. Verteile Lob

Ein alter Hut, aber dieser Punkt wird von Vorgesetzen viel zu oft vergessen. Ein Lob kann in Sachen Mitarbeitermotivation Wunder bewirken!

4. Gib deinem Team die Möglichkeit Kritik zu äußern

Wie sagt man so schön: Wer austeilt, muss auch einstecken können. Nicht nur du solltest die Möglichkeit haben, Kritik zu äußern – auch die Mitarbeiter sollten diese Option haben. Ob Verbesserungsvorschläge, Beschwerden oder neue Ideen – schaffe einen Rahmen, in dem die Arbeitnehmer alles loswerden können, was ihnen auf dem Herzen liegt. Das kann eine anonyme Umfrage oder auch ein Teammeeting sein.

5. Schaffe Flexibilität

Jeder Mensch hat seinen eigenen Tagesrhythmus, sein persönliches Lebensmodell und seine individuellen Bedürfnisse. Wenn es nicht zwingend notwendig ist, solltest du auf feste Arbeitszeiten verzichten und ein flexibles Arbeitszeitenmodell anbieten. Ob es das persönliche Schlafbedürfnis, die Kita-Öffnungszeiten oder der regelmäßige Arztbesuch ist – vieles lässt sich mit strikten Arbeitszeiten einfach nicht vereinbaren. Umso einfacher sich die persönlichen Verantwortungen und Termine mit dem Job vereinbaren lassen, umso motivierter sind Mitarbeiter.

Mitarbeitermotivation, wir kommen!

Natürlich musst du den Obstkorb jetzt nicht von deiner Agenda streichen – ein paar Vitamine können ja nicht schaden! Trotzdem solltest du darüber nachdenken, in wie weit du die oben genannten Punkte schon umsetzt. Wenn du wissen möchtest, wie motiviert deine Mitarbeiter sind, starte doch einfach eine anonyme Umfrage. Im Anschluss kannst du mit Hilfe dieses Artikels ein Konzept zur Verbesserung der Mitarbeitermotivation erarbeiten. Damit du mehr Zeit für diese Aufgaben hast, möchten wir von absence.io deinen Arbeitsalltag leichter machen! Unsere Software bietet dir das volle Programm der digitalen Personalverwaltung – vom Urlaubsplaner über die Personalakte bis zur Zeiterfassung.

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